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Saison Ende

Saison Ende

Heute Abend war ich das letzte Mal in Vathy (Samos Stadt) um beim Piccolo das legendäre Eis zu essen. Das wird für eine Weile das letzte Mal gewesen sein. Denn am Donnerstag fliege ich (leider) zurück. Aber gut – alles hat ein Ende, nur die…

Mahi Mahi

Mahi Mahi

Letzten Donnerstag war es soweit. Andi kam mit der Condor von Düsseldorf eingeflogen. Wie üblich hatte Katerina den Taxi Service übernommen und so war er dann kurz vor 11 in der Marina. Die gemeinsame Freude über das Wiedersehen war gross und wir sind erstmal im…

Dodekanisos Seaways

Dodekanisos Seaways

Letzte Woche war ich mal wieder bei den Fishermen. Also das Lokal in Ireon, wo der Fischer gleichzeitig der Inhaber des Restaurants ist. Ich war rechtzeitig da, also gab es noch einen Platz. Vollkommen ungriechisch eben schon etwa um 19:30. Aber anders hat man da keine Chance. Das war wie gewohnt gut und im Anschluss bin ich noch in ein Café gegangen. Das haben sie wieder aufgebaut auf dem Platz – der Sturm hatte letzten Winter alles abgeräumt…

Bei den ‚Fishermen‘ Einfach mal paar Sardinen, das langt auch.
Der zentrale Platz in Ireon

Am Folgetag habe ich dann meine gebuchte Wochenend-Reise angetreten. Endlich mal mit den Dodekanisos Seaways auf eine Insel. Ich hatte mir Patmos ausgesucht. Das ist nicht allzu weit weg und in etwa 1.5h war ich dann dort auf der heiligen Insel. Die Fahrt mit den Katamaranen war schon ein Erlebnis. Immerhin donnert der dann mit 30kn (etwa 50km/h) über das Meer. Innen sieht es ähnlich aus wie in einem Flugzeug. Und da die einen Fahrplan einzuhalten haben, sind die Aufenthalte zum Ein- und Aussteigen ziemlich kurz für eine Fähre. Ich habe auf Agathonisi mal gestoppt – das waren keine 5 Minuten. Alle raus, alle rein – weiter. Nix ‚Siga Siga‘.

Vor der Abfahrt mit der ‚Dodekanisos Pride‘
So sieht das in der ‚Dodekanisos Pride‘ aus. Die Schiffe wurden übrigens in Norwegen gebaut.

Als ich dann auf Patmos ankam habe ich langsam eine leichte Vorahnung bekommen, was ‚overtourism‘ ist. Es waren schon zwei Kreuzfahrtschiffe vor Anker und dementsprechend hatte es im Hauptort Skala auch genügend Leute, die sich da rumgetrieben haben. Wobei es eigentlich noch ging, denn die werden alle in Busse verfrachtet und dann zur Höhle der Apokalypse oder dem Kloster gekarrt. Mal aussteigen, Fotos machen und wieder zurück. So ungefähr.

Im Zentrum von Skala, dem Hauptort von Patmos

Ich bin dann nach einem Omelett zum Frühstück weiter zur Höhle der Apokalypse gefahren. Dort soll Johannes (keine Ahnung ob der erste, Zweite oder was auch immer) das letzte Kapitel der Bibel geschrieben haben, nachdem er Visionen hatte. Irgendjemand hat mir mal gesagt: «Wenn sie Visionen haben, sollten sie zum Arzt». Gut – eben dieser Johannes ist offensichtlich nicht zum Arzt, sondern hat was geschrieben. Nachdem sie ihn wohl auf die Insel verbannt hatten. Wobei das nicht so ganz klar ist, ob er nun verbannt wurde oder einfach dorthin gegangen ist. Wegen seinen Visionen.

Da unten ging es in die ‚Höhle‘

In der sogenannten Höhle durfte man nicht fotografieren. Als ich das dann gesehen hatte, war mir auch klar warum. Die Höhle war aus meiner Sicht nämlich eher ein etwas tieferer Felsvorsprung. Nicht mehr und auch nicht weniger. Vermutlich war das auch eine der Visionen des Johannes, dass das eine Höhle sei nach dem Genuss des selbstgebrannten.

Das Kloster habe ich mir dann geschenkt – wegen Überfüllung geschlossen. OK – es war nicht geschlossen, aber ich ertappe mich zwischenzeitlich dabei, dass ich solche Menschenmassen lieber meide. Und da waren viele. Wirklich.

Statt dessen habe ich mal die Insel abgefahren. Ich hatte ja mein Moppet dabei, also kein Problem. Ich bin dann zu einem Strand im Norden gefahren, das sah nett aus. Und ausserhalb des Hauptortes, der Höhle und dem Kloster ist es nicht überlaufen.

Schöner Strand, nennt sich ‚Lima‘
Schönes Lokal am Strand. Eigentlich wollte ich da am Abend hin. Aber die Kritiken waren so schlecht (zu teuer, zu wenig), dass ich dann am Abend doch nicht eine halbe Stunde dorthin gefahren bin.

Der Rest der Insel war schnell erkundet. Ich habe festgestellt, dass es doch ein paar nette Buchten zum ankern gibt. Vor allem ganz im Süden ‚Petra Beach‘. Das ist recht weitläufig, windgeschützt und machte einen guten Eindruck. An Land allerdings nur zwei eher gehobene Hotels und eine Pizzeria. Ganz im Süden sieht es aber ruhig aus.

Das da unten ist Petra Beach. Den Teil links sieht man hier nicht – siehe Galerie.

Im Grossen Ganzen wars das auch schon. Die Insel ist nicht mal halb so gross wie Samos, da ist man eher schnell durch. Am Abend bin ich dann in das Hotel und war angenehm überrascht. Es war das billigste, das ich auf booking.com gefunden habe und für mein Empfinden super. Tolle Lage, schöne Aussicht auf die Kreuzfahrtschiffe und mit Terrasse. Was will man mehr.

Das Blue Bay Hotel. Sehr nett, gutes Frühstück von Mama. 🙂

Jetzt am Donnerstag kommt Andi, dann werden wir zusammen mit Zlatko die neue Wellenkupplung einbauen – anschliessend raus aus der Marina. Der Wassermacher sollte mal wieder laufen… :)))

Mustang on the rocks

Mustang on the rocks

Die letzten Zwei Wochen waren eine Mischung aus Arbeit (Boat Office) und Urlaub. Ich hatte eine Woche Urlaub auf zwei Wochen verteilt und auf die Art immer etwas Boat Office und etwas Segeln. Am Donnerstag vor zwei Wochen kam Tina auf die Mustang und wir…

Wassermacher und Katzentisch

Wassermacher und Katzentisch

Seit dem 1. August bin ich nun wieder auf der Mustang. Das wichtigste vorweg: Sie schwimmt noch. 🙂 Mehr oder weniger als Erstes (neben dem obligatorischen Auspacken musste ich erstmal die Staubschicht entfernen. Der Wind trägt eben doch immer so einiges mit sich. Im Grunde…

Hej hej, tak tak und Blaubären

Hej hej, tak tak und Blaubären

Nachdem wir bei dem wunderschönen Häuschen am See angekommen waren, haben wir erstmal einen Tag Ruhepause eingelegt. Julia ging es nicht so gut, sie hatte sich wohl etwas eingefangen. Zwischenzeitlich war ich einkaufen und habe im Supermarkt mal das Sortiment angeschaut und die grundlegenden Sachen für Frühstück und anderes eingekauft. Unter anderem auch Fleisch. Später, als wir was zum Grillen kaufen wollten, haben wir festgestellt, dass Fisch viel billiger ist als Fleisch. Also gab es ein Lachsforellenfilet….

Am Folgetag haben wir einen Ausflug zu einem Bauernhof, genau gesagt eine Meierei gemacht. So zumindest nennt sich das dort. Da weiss man doch gleich, wo der Name ‚Meier‘ herkommt. 🙂 Das war ein schönes Erlebnis mit einem Käse Hamburger und einem freilaufenden Huhn.

Hamburger mit Grillkäse anstelle Hackfleisch. War gut gemacht. Auf dem Bild sieht man noch die dort typischen eingelegten roten Zwiebeln. Lecker!

Nach dem Essen ging es dann direkt zum Freiluftmuseum. Da kann man sich anschauen, wie es damals vor zig Jahren so zuging ohne Smartphone. Können sich heute wohl die wenigsten auch nur ansatzweise vorstellen. Das war sehr interessant, wobei ich festgestellt habe, dass es sich nicht so gravierend vom Freiluftmuseum auf der schwäbischen Alb unterscheidet. Da waren wohl alle mehr oder weniger auf einem ähnlichen Stand.

Im Freiluftmuseum. Die Frau dort war nicht ausgestopft, sondern echt und hat da gestrickt. Im Sommer gibt es dort immer jemand, der typische Tätigkeiten zeigt.

Tags darauf waren wir nach dem Frühstück in Mariehamn. Das ist sozusagen die Hauptstadt der Inselgruppe. Auch hier viele schöne, historische Häuser die unter Denkmalschutz stehen. Interessant fand ich die offensichtlich damal schon recht grosszügig angelegten Strassen…

Die Strassen werden hier mit dem typischen roten Granit asphaltiert. Mal was anderes als immer schwarz.

Tags darauf ging es nach Föglö, eine der vorgelagerten Inseln. Wir sind mit der Fähre hin und der, der dann das Geld eingetrieben hat, bevor es auf die Fähre geht, hat uns erstmal mit einem ‚hej hej‘ begrüsst. Nach dem Bezahlen kam nicht ein einfaches Danke (‚tak‘), sondern ‚Tak Tak!‘ Sehr interessant. In Norddeutschland gilt jemand, der ‚moin moin‘ sagt ja eher als Schwätzer – so sah der aber eher nicht aus.

Was ich bis hierher noch nicht erwähnt habe: Jeden Tag Sonne und mehr als 25 Grad. In der Sonne mehr. Auf der Fähre haben wir dann den Beitrag der Aländer zu Ihrem 100 Jahres Fest gesehen. Der Brüller – und offensichtlich sehr treffend.

Hundert Jahre Eigensinn. Und das war offensichtlich das offizielle Poster zur 100 Jahrfeier

Nach der Überfahrt sind wir erstmal in Degerby gelandet, das ist auf Degerbö. (Hier vielleicht kurze Erklärung: ‚by‘ am Schluss ist eine Stadt oder ein grösseres Dorf. ‚ö‘ am Schluss ist eine Insel. Eigentlich elegant und viel kürzer als ‚Insel‘) Dort sind wir zum ‚Gästhem Enigheten‘ gelaufen. Sollte man verstehen, was das heisst. Von Deutsch ist es meist nur ein kleiner Unterschied zu den schwedischen Wörtern. Da merkt man den germanischen Sprachstamm. Dort gab es dann neben anderen Häusern das sogenannte ‚Tinghuset‘. Also das Haus, in dem Gericht gehalten wurde. Hier wieder ein bisschen Historie – man kennt ja den deutschen Spruch ‚Aller guten Dinge sind drei‘. Das hatte nichts mit Dingen zu tun. Ein ‚Ting‘ ist eine Gerichtsverhandlung. Der Beklagte hatte 3 Chancen zu den Verhandlungen zu erscheinen. Kam er nicht, wurde automatisch zu seinen Ungunsten entschieden.
Die Häuser wurden auf Privatinitiative gerettet und man kann heute dort übernachten. Eigentlich haben dir dort auch ein Café, aber der nette Herr dort meinte, er müsse jetzt erstmal 40 Betten neu beziehen. Wenn wir wollen hat es noch Kaffee vom Frühstück in der Küche. Können wir uns einfach nehmen, kostet nichts. Sehr gastfreundlich, muss ich sagen. Es gab sogar noch zwei Kekse dazu.

Gästhem Enigheten
Auf dem Rückweg mal wieder ‚Loppis‘. Das ist hier allgegenwärtig: ‚Flohmarkt‘

Im Anschluss haben wir eine wunderschöne Wanderung gemacht. Es ging knapp 6 Kilometer durch Wald, Felsen, Felder. Sehr schön, und man muss nicht alle 5 Minuten ‚Grüezi‘ sagen. Hier ist kaum jemand unterwegs.

Kurze Rast auf einer schönen Wanderung.

Am Folgetag haben wir eine Hütte am See besichtigt, wo Julia schon mal war. Der Weg dorthin war vergleichsweise abenteuerlich für einen kleinen Peugeot. Der hat nun mal nicht so viel Bodenfreiheit. Die Landschaft dort war aber schon spektakulär mit den durch Gletschereis abgeschliffenen roten Felsen. Seit das Eis seit der letztens Eiszeit weg ist, hebt sich der Boden in Schweden jedes Jahr ein wenig. Sollte also der Meeresspiegel ansteigen, werden sie dort wohl kein Problem haben.

Aussicht von der einsamen Hütte. Die Besucher, die dort waren, waren so nett und liessen uns mal dort herumlaufen und das besichtigen.

Als wir am Abend zurück waren, haben wir dann an dem Häuschen am See (Meer, Ostsee) dann die Dartscheibe entdeckt und ein paar Runden gespielt, bis die Sauna aufgeheizt war. Die wird hier mit Birkenholz beheizt und sorgt für ein sehr angenehmes Klima. Nach dem Saunagang konnten wir dann mit direktem Blick die Abendstimmung (irgendwann etwa 23 Uhr :)) geniessen.

Die Entdeckung des Tages. Da gibt es eine Dartscheibe!
Abendstimmung…. bei uns wäre es um die Zeit schon lange stockdunkel. Hier nicht. Es wird erst kurz vor Mitternacht ein bisschen dunkel.

Tags darauf ging es nach Vardö. Der aufmerksame Leser merkt es: wieder eine Insel. Das ist die Geburtsstätte von Julias Grossvater Viktor Alonzo Sundmann. So heissen übrigens die meisten auf der Insel mit Nachnamen. Kennt man ja ein bisschen von den abgeschiedenen Tälern in der Schweiz oder Regionen im Schwarzwald, wo alle den selben Nachnamen haben…
Viktor Alonzo ist kein Unbekannter in der finnischen Geschichte. Das aber alles hier zu erzählen, würde zu weit führen. (https://generals.dk/general/Sundman/Viktor_Alonzo/Finland.html) Nur soviel: Er ist auf dem finnischen Heldenfriedhof begraben, nachdem er nach seiner Karriere beim finnischen Militär im Rang eines Generals dann unglücklich die Treppe herabgestürzt ist. Warum das passiert ist, weiss keiner so genau. Man vermutet, es könnte Kalsarikännit gewesen sein. (Finnisch für: ‚sich in Unterhosen daheim alleine betrinken‚)

Auf den Spuren…. Das Geburtshaus von Viktor Alonzo Sundmann

Auch das wieder ein toller Ausflug, gekrönt mit einem Super Mittagessen im ‚Kallas in Skärgard‘. Ein wunderschönes Restaurant auf dem Land, sie brauen dort sogar eigenes Bier.

Das ‚Kallas‘

Auf den Inseln gibt es viele kleine Museen. Teilweise basieren die auf Eigeninitiativen, teilweise werden sie offiziell betrieben. So auch das Museum der dort berühmten Schriftstellerin Anni Blomqvist. Sie ist berühmt geworden durch den Roman, in dem sie das Leben auf den Schären aus Sicht einer Frau beschreibt. Als Vorlage diente die Geschichte Ihrer Grossmutter. Das wurde vor Kurzem verfilmt und ist durchaus sehr sehenswert. (Der Film: ‚Stormskärs Maja‚)

Anni Blomqvist

Am Abend hat uns dann noch die Schwedischlehrerin von Julia besucht. Sie ist eigentlich von Estland, lebt aber seit einiger Zeit auf Aland und ist dort Fremdenführerin. Sie wusste dann auch einen Witz zum auf Aland übertragbaren nordischen Sommer:
‚ Ein Tourist fragt einen Esten, warum er denn so blass wäre. Ob es denn in Estland keinen Sommer gäbe?
Der Este antwortet: Doch. Wir haben Sommer! …einen Tag lang. Aber an dem Tag musste ich leider arbeiten…‘
Wir hatten einen schönen Abend zusammen mit geräuchertem Fisch und anderen lokalen Leckereien.

Am Samstag ging es nach dem Besuch des Schiffahrtsmuseums in Mariehamn für mich mit all diesen Erlebnissen (wir hatten nicht mal den Eindruck, wahnsinnig viel gemacht zu haben) nach zwei Wochen via Helsinki zurück. Beim Abflug dann der erste Regentag.

Die ‚Pommern‘ – ein Handelsschiff, kann man in Mariehamn besichtigen.
Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Letzte Woche am Samstag haben wir uns auf den Weg gemacht. Das Auto war (hauptsächlich) mit Julias Material für 3 Monate auf Aland gepackt. Da musste bei den Hinterreifen doch schon der Luftdruck etwas erhöht werden. 🙂 Die erste Etappe führte uns nach Nideggen zu…

Nous parlons suisse allemand

Nous parlons suisse allemand

Seit dem ‚Lost Place‘ ist eigentlich soo viel nicht mehr passiert. Hauptsächlich der ‚work‘ Teil von ‚workation‘ in der Bucht. Ab und zu kam mal ein Schiff vorbei, meist sind die auf dem Weg nach Patmos gewesen. AIS machts möglich, da kann man die identifizieren.…

Lost Place

Lost Place

Momentan hat es gerade leichten Südwind, der dann morgen zunehmen soll. Nicht gerade gut in einer Bucht, die nach Süden offen ist – dachte ich mir. Aber als ich das dachte, war es schon vergleichsweise spät. Trotzdem habe ich den Aussenborder, der momentan rumzickt und wegen dem ich an Land in einem Gummiboot paddeln muss wieder an Bord geholt. Ziemlich blöd übrigens die Paddelei. Mit einem Stechpaddel ist das recht nervig. Ich kann das ja eigentlich. Aber dennoch, das dreht sich andauernd. Unerfreulich.
Na gut. Anker hoch und Richtung Semiopoula den Autopilot eingestellt. Hatte nicht viel Wind, mit segeln war das nichts. Wäre sowieso eher Gegenwind gewesen. Semiopoula ist eine vorgelagerte Insel, deswegen dachte ich mir auf der Nordseite dürfte es wohl keine Wellen haben. Die kommen momentan ja von Süden.

Semiopoula links (backbord), Samos rechts (steuerbord)

So ganz falsch gelegen bin ich mit meiner Vermutung nicht. Da zwischen den beiden Inseln war es vollkommen ruhig. Das konnte man schon von weitem erkennen. Also in die Bucht. die mit etwa 5-12m Wassertiefe in der Seekarte eingezeichnet war. Die Vorfreude auf weniger Geschaukel währte aber nicht lang. Keine Ahnung, was die da geraucht haben, als sie die Seekarte gemacht haben. Aber die eingezeichneten Wassertiefen waren vollkommen daneben. Eigentlich erkennt man das schon, wenn man sich das Ufer anschaut. Alles Felsen, eher steil abfallend. OK. Heckleine? Dann müsste ich den Anker auf fast 30m Wassertiefe setzen. Und was das für ein Boden ist, das weiss nur Neptun. Oder Poseidon.
Die Durchfahrt zwischen den Inseln war nicht so breit und wenn die vorgelagerte Insel die Wellen wegnimmt, dann wäre es ja schon mal gut. Dort habe ich versucht, den Anker zu setzen. Diesmal auf 10m etwa. Immerhin. Nur… offensichtlich Felsen. Der Anker wollte da nicht greifen. Verständlich. Das habe ich dann nicht nochmal versucht, wäre mir ohnehin zu unsicher gewesen. Also Anker wieder hoch mit einem Haufen Seegras und wieder zurück.
Einen Vorteil hatte die Übung. Es gibt wieder warmes Wasser, nachdem der Motor etwa 2.5h gelaufen ist. Wegen nichts. Ich war nicht wirklich amused. Kurz vor ganz dunkel bin ich wieder in der gleichen Bucht angekommen und lasse mich jetzt durchschaukeln. Grmpf.

Die letzten beiden Tage bin ich immer wieder mal zur Bucht rüber. Entweder schwimmend oder mit dem Dinghy. Gestern hatte ich mir in den Kopf gesetzt, mal etwas Treibholz vom Strand zu beseitigen. Ohne Fisch, Fleisch oder Würstchen. Statt dessen eben mit Pistazien und Mythos. Gesammelt war das Holz recht schnell. Verfeuert noch viel schneller. Das Holz war so knochentrocken, dass der Holzhaufen recht schnell geschrumpft ist. Immernhin, es langte noch bis es dunkel war und etwa um 22:00 habe ich nassen Fusses das Dinghy bestiegen und bin zurück gepaddelt. Ein wenig Tide gibt es hier wohl auch, vermutlich auch wegen fast Vollmond. Ich musste das Dinghy über ein paar Steine zerren (im Dunkeln) und wie das immer so ist, kamen ausgerechnet dann ein paar grössere Wellen… Aber ja, wenn man ‚Abenteuer‘ will – dann kriegt man das auch problemlos.

Ohne Wurst und ohne Brot. Aber mit der letzten Dose Mythos. Schön wars, abseits vom Feuer dann aber schon ein wenig frisch.

In dieser Bucht hier waren wir ja schön ab und zu mal. Und jedesmal war uns nicht klar, ob denn das Haus, das da die Bucht überblickt bewohnt ist. Oder nicht? Das wollte ich endlich mal wissen. Also rüber und durch etwas Gestrüpp den Hang hoch. Als ich näher dran war, war schnell klar – da wohnt keiner mehr.

Das grüne links ist ein gigantischer Rosmarin. Neben dem intensiven Geruch des Rosmarin roch es auch nach Thymian. Iampf. 🙂

Das Gebäude habe ich dann innen wie aussen besichtigt. Gut – so ganz frisch war das schon alles nicht mehr. Aber immerhin, alles Böden Marmor und die Bausubstanz offensichtlich nicht ganz so schlecht. Da habe ich in Griechenland schon viel, viel schlimmeres gesehen. Auch die grünen Aluminiumtüren, mit denen man die Balkontüren Richtung Meer verschliessen kann, sahen jetzt nicht so schlecht aus. Anders die Holzteile, an denen hat eben der Zahn der Zeit (sprich: Witterung) rumgenagt.
Haus mit Atrium und Marmorboden. Nicht so schlecht, eigentlich. Sollte man mal durchfegen vielleicht. Oder mit dem Wischmop durch.

Es gibt in dem Haus mehrere Zimmer mit Betten, sogar Matratzen liegen noch rum. Das Sofa ist auch noch im Wohnzimmer. Eine riesige Küche und ein Wohnzimmer mit Kamin. Eine Terrasse zeigt direkt auf die Bucht, die andere eher zur Seite. Ohne Marmor. Aber dafür gibts vorgelagert nochmal eine kleine Terrasse (Nr. 3), da ist wohl mal das Gemüsebeet gewesen. Oder so. Auf jeden Fall ist da noch ein Wasserhahn neben dem ‚Beet‘.
Alles in allem nicht schlecht. Fragt sich nur, für was das mit den vergleichsweise vielen Schlafzimmern, der grossen Küche und dem ebenfalls grossen Wohnzimmer mal gedacht oder benutzt wurde. AirBnB wohl kaum. Vielleicht eine Sekte? Heim für schwer erziehbare Jugendliche? Gegen letzteres spricht wohl der Marmorboden. Oder einfach einer, der mal irgendwann gut Geld hatte und sich dieses Anwesen als Sommerresidenz gebaut hat. Weiter unten auf dem Gelände gibt es noch eine kreisrunde Betonplatte mit etwa 15m Durchmesser. Vielleicht ein Helipad? Oder viel trivialer, die Güllegrube? Man weiss es nicht.

Schönes Wohnzimmer mit Meerblick und Kamin

Die Küche ist noch so gut wie erhalten, sogar ein Herd steht noch drin. Der Grösse nach denke ich, dass das gleichzeitig Esszimmer war. Dort hat es eine Terrasse, die eher nach hinten zeigt. Dort teils überdacht und beschattet von Olivenbäumen und anderem Gesträuch.

Die Küche. Geräumig und für mehr als zwei Personen ausgelegt. Rechts geht es auf die hintere Terrasse.

Mehr Bilder von dem Haus finden sich in der Galerie. Es gab wohl auch mal eine Strasse, oder zumindest Feldweg zum Haus. Das ist aber alles zwischenzeitlich zugewachsen, da müsste man erstmal mit der Heckenschere und der Säge durch. Trifft auf einiges auf dem Grundstück zu. Das ist wie ich zwischenzeitlich beim elektronisch Katasteramt herausgefunden habe etwa 10 Hektar gross. Die kleine Kapelle gehört auch dazu. Die Katasternummer ist 430320307006.

Interessanterweise steht da ‚bare area‘. Wie wenn da kein Gebäude drauf stehen würde…

Anmerkung: Jetzt habe ich nach dem wordpress update eine ganze Weile geübt wegen den Bildbeschreibungen. Vorher konnte man das in der Galerie einfach eintippen. Habe ich überall gemacht, erscheint aber nicht wie beim ersten Bild. Vielleicht gelingt mir das beim nächsten Mal. Ich geh jetzt schlafen. Gute Nacht!

Schiffseinheiten und Würmer

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Am Donnerstag habe ich mich vorbereitet, die Marina am Folgetag endlich mal zu verlassen. Das hiess, dass ich mit Gabriel und den anderen der Marina vereinbart hatte, dass das Schiff nochmal rausgenommen wird. Maximal zwei Stunden, Zlatko und Zoran meinten, dass wir zusammen nicht länger…


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Gestern morgen gab es erstmal noch ein schönes Frühstück beim Sailors House. Nach jeder Menge Tee, Kaffee und Leckereien sind Marc und Raphael dann aufgebrochen zu der ‚Burg‘. Ich habe derweil die Drohne fliegen lassen und das eine oder andere aufgeklart auf dem Boot. «Bozukkale…

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Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

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Abenteuer Segeln

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Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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