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Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Letzte Woche am Samstag haben wir uns auf den Weg gemacht. Das Auto war (hauptsächlich) mit Julias Material für 3 Monate auf Aland gepackt. Da musste bei den Hinterreifen doch schon der Luftdruck etwas erhöht werden. 🙂 Die erste Etappe führte uns nach Nideggen zu…

Nous parlons suisse allemand

Nous parlons suisse allemand

Seit dem ‚Lost Place‘ ist eigentlich soo viel nicht mehr passiert. Hauptsächlich der ‚work‘ Teil von ‚workation‘ in der Bucht. Ab und zu kam mal ein Schiff vorbei, meist sind die auf dem Weg nach Patmos gewesen. AIS machts möglich, da kann man die identifizieren.…

Lost Place

Lost Place

Momentan hat es gerade leichten Südwind, der dann morgen zunehmen soll. Nicht gerade gut in einer Bucht, die nach Süden offen ist – dachte ich mir. Aber als ich das dachte, war es schon vergleichsweise spät. Trotzdem habe ich den Aussenborder, der momentan rumzickt und wegen dem ich an Land in einem Gummiboot paddeln muss wieder an Bord geholt. Ziemlich blöd übrigens die Paddelei. Mit einem Stechpaddel ist das recht nervig. Ich kann das ja eigentlich. Aber dennoch, das dreht sich andauernd. Unerfreulich.
Na gut. Anker hoch und Richtung Semiopoula den Autopilot eingestellt. Hatte nicht viel Wind, mit segeln war das nichts. Wäre sowieso eher Gegenwind gewesen. Semiopoula ist eine vorgelagerte Insel, deswegen dachte ich mir auf der Nordseite dürfte es wohl keine Wellen haben. Die kommen momentan ja von Süden.

Semiopoula links (backbord), Samos rechts (steuerbord)

So ganz falsch gelegen bin ich mit meiner Vermutung nicht. Da zwischen den beiden Inseln war es vollkommen ruhig. Das konnte man schon von weitem erkennen. Also in die Bucht. die mit etwa 5-12m Wassertiefe in der Seekarte eingezeichnet war. Die Vorfreude auf weniger Geschaukel währte aber nicht lang. Keine Ahnung, was die da geraucht haben, als sie die Seekarte gemacht haben. Aber die eingezeichneten Wassertiefen waren vollkommen daneben. Eigentlich erkennt man das schon, wenn man sich das Ufer anschaut. Alles Felsen, eher steil abfallend. OK. Heckleine? Dann müsste ich den Anker auf fast 30m Wassertiefe setzen. Und was das für ein Boden ist, das weiss nur Neptun. Oder Poseidon.
Die Durchfahrt zwischen den Inseln war nicht so breit und wenn die vorgelagerte Insel die Wellen wegnimmt, dann wäre es ja schon mal gut. Dort habe ich versucht, den Anker zu setzen. Diesmal auf 10m etwa. Immerhin. Nur… offensichtlich Felsen. Der Anker wollte da nicht greifen. Verständlich. Das habe ich dann nicht nochmal versucht, wäre mir ohnehin zu unsicher gewesen. Also Anker wieder hoch mit einem Haufen Seegras und wieder zurück.
Einen Vorteil hatte die Übung. Es gibt wieder warmes Wasser, nachdem der Motor etwa 2.5h gelaufen ist. Wegen nichts. Ich war nicht wirklich amused. Kurz vor ganz dunkel bin ich wieder in der gleichen Bucht angekommen und lasse mich jetzt durchschaukeln. Grmpf.

Die letzten beiden Tage bin ich immer wieder mal zur Bucht rüber. Entweder schwimmend oder mit dem Dinghy. Gestern hatte ich mir in den Kopf gesetzt, mal etwas Treibholz vom Strand zu beseitigen. Ohne Fisch, Fleisch oder Würstchen. Statt dessen eben mit Pistazien und Mythos. Gesammelt war das Holz recht schnell. Verfeuert noch viel schneller. Das Holz war so knochentrocken, dass der Holzhaufen recht schnell geschrumpft ist. Immernhin, es langte noch bis es dunkel war und etwa um 22:00 habe ich nassen Fusses das Dinghy bestiegen und bin zurück gepaddelt. Ein wenig Tide gibt es hier wohl auch, vermutlich auch wegen fast Vollmond. Ich musste das Dinghy über ein paar Steine zerren (im Dunkeln) und wie das immer so ist, kamen ausgerechnet dann ein paar grössere Wellen… Aber ja, wenn man ‚Abenteuer‘ will – dann kriegt man das auch problemlos.

Ohne Wurst und ohne Brot. Aber mit der letzten Dose Mythos. Schön wars, abseits vom Feuer dann aber schon ein wenig frisch.

In dieser Bucht hier waren wir ja schön ab und zu mal. Und jedesmal war uns nicht klar, ob denn das Haus, das da die Bucht überblickt bewohnt ist. Oder nicht? Das wollte ich endlich mal wissen. Also rüber und durch etwas Gestrüpp den Hang hoch. Als ich näher dran war, war schnell klar – da wohnt keiner mehr.

Das grüne links ist ein gigantischer Rosmarin. Neben dem intensiven Geruch des Rosmarin roch es auch nach Thymian. Iampf. 🙂

Das Gebäude habe ich dann innen wie aussen besichtigt. Gut – so ganz frisch war das schon alles nicht mehr. Aber immerhin, alles Böden Marmor und die Bausubstanz offensichtlich nicht ganz so schlecht. Da habe ich in Griechenland schon viel, viel schlimmeres gesehen. Auch die grünen Aluminiumtüren, mit denen man die Balkontüren Richtung Meer verschliessen kann, sahen jetzt nicht so schlecht aus. Anders die Holzteile, an denen hat eben der Zahn der Zeit (sprich: Witterung) rumgenagt.
Haus mit Atrium und Marmorboden. Nicht so schlecht, eigentlich. Sollte man mal durchfegen vielleicht. Oder mit dem Wischmop durch.

Es gibt in dem Haus mehrere Zimmer mit Betten, sogar Matratzen liegen noch rum. Das Sofa ist auch noch im Wohnzimmer. Eine riesige Küche und ein Wohnzimmer mit Kamin. Eine Terrasse zeigt direkt auf die Bucht, die andere eher zur Seite. Ohne Marmor. Aber dafür gibts vorgelagert nochmal eine kleine Terrasse (Nr. 3), da ist wohl mal das Gemüsebeet gewesen. Oder so. Auf jeden Fall ist da noch ein Wasserhahn neben dem ‚Beet‘.
Alles in allem nicht schlecht. Fragt sich nur, für was das mit den vergleichsweise vielen Schlafzimmern, der grossen Küche und dem ebenfalls grossen Wohnzimmer mal gedacht oder benutzt wurde. AirBnB wohl kaum. Vielleicht eine Sekte? Heim für schwer erziehbare Jugendliche? Gegen letzteres spricht wohl der Marmorboden. Oder einfach einer, der mal irgendwann gut Geld hatte und sich dieses Anwesen als Sommerresidenz gebaut hat. Weiter unten auf dem Gelände gibt es noch eine kreisrunde Betonplatte mit etwa 15m Durchmesser. Vielleicht ein Helipad? Oder viel trivialer, die Güllegrube? Man weiss es nicht.

Schönes Wohnzimmer mit Meerblick und Kamin

Die Küche ist noch so gut wie erhalten, sogar ein Herd steht noch drin. Der Grösse nach denke ich, dass das gleichzeitig Esszimmer war. Dort hat es eine Terrasse, die eher nach hinten zeigt. Dort teils überdacht und beschattet von Olivenbäumen und anderem Gesträuch.

Die Küche. Geräumig und für mehr als zwei Personen ausgelegt. Rechts geht es auf die hintere Terrasse.

Mehr Bilder von dem Haus finden sich in der Galerie. Es gab wohl auch mal eine Strasse, oder zumindest Feldweg zum Haus. Das ist aber alles zwischenzeitlich zugewachsen, da müsste man erstmal mit der Heckenschere und der Säge durch. Trifft auf einiges auf dem Grundstück zu. Das ist wie ich zwischenzeitlich beim elektronisch Katasteramt herausgefunden habe etwa 10 Hektar gross. Die kleine Kapelle gehört auch dazu. Die Katasternummer ist 430320307006.

Interessanterweise steht da ‚bare area‘. Wie wenn da kein Gebäude drauf stehen würde…

Anmerkung: Jetzt habe ich nach dem wordpress update eine ganze Weile geübt wegen den Bildbeschreibungen. Vorher konnte man das in der Galerie einfach eintippen. Habe ich überall gemacht, erscheint aber nicht wie beim ersten Bild. Vielleicht gelingt mir das beim nächsten Mal. Ich geh jetzt schlafen. Gute Nacht!

Schiffseinheiten und Würmer

Schiffseinheiten und Würmer

Am Donnerstag habe ich mich vorbereitet, die Marina am Folgetag endlich mal zu verlassen. Das hiess, dass ich mit Gabriel und den anderen der Marina vereinbart hatte, dass das Schiff nochmal rausgenommen wird. Maximal zwei Stunden, Zlatko und Zoran meinten, dass wir zusammen nicht länger…

Aufgetakelt

Aufgetakelt

Doch schon wieder paar Tage her, dass ich was geschrieben habe… Julia ist wieder zuhause und hat sich am Montag von der Spitex und heute vom Arzt den Finger verbinden lassen. Es gibt wohl eine Folie die die Wundheilung fördern soll. Das Beste daran: Nur…

Hausbesuch und Weinmuseum

Hausbesuch und Weinmuseum

Am Dienstag abend waren wir in Psili Ammos. Wie schon letztens geschrieben heisst das einfach ‚feiner Sand‘. Wir dachten, das ist in der Nähe und Julia wollte auf jeden Fall noch die Flamingos von Samos sehen. Also los. Zwischendrin dachte ich, dass ich es besser weiss als die Ortsschilder, aber das war Fehlanzeige. Wenn man am Strand von Mykali entlang fährt ist das zwar schon die richtige Richtung. Leider kommt dann ein Privatgrundstück und die Strasse hört auf. Also zurück und den Schildern nach. An einem der vielen Militärstützpunkte vorbei war da dann schon der Teich mit Brackwasser, auf/in dem die Flamingos wohnen. Die waren auch zuhause und dank einem Mann, der eine Drohne über den Flamingos kreisen liess sind die immer wieder mal gestartet und eine Runde geflogen.

Flamingos am Start

Anschliessend Psili Ammos. Der Sand war tatsächlich Sand, es war praktisch keiner da. Kein Wunder, wenn es bewölkt und nicht wirklich warm ist. Trotzdem sind wir einmal am Strand entlang gelaufen und dann in eine Bar mit Ausblick gesessen bei griechischer Milch und alkoholfreiem Bier.

Psili Ammos. (griechische Milch = Ouzo 🙂

Was ich noch nicht erwähnt hatte: Der letzte Verbandswechsel im Spital war eine mittlere Katastrophe. Die Anweisungen von Maria, die sie aufgeschrieben hatte, wurden schlicht ignoriert und der Arzt dort wusste wohl nicht mal wie man einen Verband an einem Finger macht. Nach einem Telefonat mit Maria hat sie sich bereit erklärt am nächsten Tag zur Marina zu kommen.

Maria auf der Mustang

Der Finger wurde fachgerecht verbunden, ich habe dabei zugesehen, damit ich das nötigenfalls auch mal noch machen kann. Dabei ist eine schwarze Stelle oben am Finger aufgefallen, das wollte Maria am nächsten Tag dann im Spital entfernen. Davon abgesehen war sie aber sehr zufrieden mit der Entwicklung und sagte noch, ‚Wackelpudding‘ (Götterspeise, Gelatine) wäre gut für die Zellbildung der Haut. Gäbe es im Lidl. Haben wir dann in einem Laden in Pythagorio gekauft, zusammen mit einer Packung Gummibärchen. :))
Aber zunächst gab es nach dem Verbandswechsel Kaffee, Kuchen und lustige Arztgeschichten aus Samos. Maria meinte, Ihr Vater hätte auch eine Segelyacht und er käme im Urlaub von Thessaloniki nach Samos. Da könnte er mich ja dann auf einen Angelausflug mitnehmen. Ich bin gespannt. Wenn das wirklich so stattfindet, kriege ich vielleicht ja mal ein paar gute Tips, wie man im Mittelmeer einen Fisch an die Angel bekommt. Wir haben noch für den Freitag zum gemeinsamen Essen abgemacht, wir wollten Sie unbedingt für Ihren super Einsatz noch wenigstens ein wenig entschädigen. Wesentlich mehr ging an diesem Tag nicht mehr, wir konnten aber viel über das merkwürdige Gesundheitssystem Griechenlands lernen, das eben zu nicht wirklich guten Effekten beim Fachpersonal (hauptsächlich den Ärzten) führt.
Am folgenden Tag ging es zunächst in die Apotheke, ein paar Sachen abholen. Da wir warten mussten, bis Maria sich meldet, haben wir noch das Weinmuseum besichtigt.

Das Weinmuseum von Samos (Logisch…steht ja da… 🙂

Das Weinmuseum ist durchaus sehenswert. Hier wurde lange der Wein von Samos genossenschaftlich erzeugt. Bis zu 2200 Weinbauern brachten Ihre Trauben und dann wurde daraus Wein gemacht. Das ist auch heute noch so, allerdings wurde vor etwa 10 Jahren das Gesetz gelockert, nach dem die Weinbauern verpflichtet sind alles dort zu verarbeiten. Es gibt zwischenzeitlich einige eigenständige Winzer.

Zwischendurch ein Eis zur allgemeinen Erheiterung. Madagaskar Vanille und Gianduja. Schleck!

Gestern wurde dann die schwarze Stelle von Maria entfernt. Das war für Julia alles andere als erheiternd. Musste aber sein, und es ist gut, dass das gemacht wurde um eine eventuelle Nekrose gleich im Keim zu ersticken. Im Anschluss daran sind wir nach ‚Ano Vathy‘ gefahren. Also das alte Vathy. Da kam dann ein schild, dass es eng werden würde für Autos. OK. Dass es so eng werden würde, das hatte ich auch nicht geahnt. Das Auto war ja alles andere als gross, dennoch mussten wir die Ohren (Spiegel) anlegen, sonst hätte das nicht gelangt. Zu allem Überfluss waren sie an einer Stelle auch gerade noch dran mitten in dieser schmalen Strasse ein Loch zu graben – vermutlich Rohrreparatur. Mit viel zirkeln und gemeinsamer Arbeit sind wir dort aber auch noch vorbei gekommen und per Zufall an einem Restaurant gelandet. Und das war richtig gut. Eigentlich öffnen sie erst um 13.30 – wir waren um 12 da. Dennoch haben sie uns super leckeres Essen incl. Milchlamm vom Holzkohlespiess gemacht. Wirklich sehr nett. Die Wirtin meinte, normalerweise seien hier hauptsächlich Griechen im Sommerurlaub, die zu Ihr zum Essen kommen…

To Konaki – übersetzt in etwa ‚Dein zuhause‘

Nach all der Aufregung hätte es eigentlich für einen Tag gelangt. Aber wir hatten noch mit Vagelis und Cleo am Abend abgemacht und sie in Ireon zum Essen eingeladen. Mir ist erst heute aufgefallen, dass ich davon gar kein Foto gemacht hatte – es war aber ein netter Abend in dem Restaurant, wo es die Makrelen gab..

Myli & mehr

Myli & mehr

Nachdem ja nun nicht mehr an Segeln zu denken war, dachten wir uns – versuchen wir mal das Beste daraus zu machen. Weil es mit dem Motorrad ja nun nur noch schlecht geht irgendwohin zu kommen, haben wir ein Auto gemietet für die Woche. Wieder…

Planänderung

Planänderung

Diesen Donnerstag ist Julia angekommen. Also vorher noch paar Sachen erledigt, unter Anderem nochmal zu Nektarios und Lebensmittel einkaufen. Ich habe den Eindruck, dass ich dort bald täglich bin. Es war ein schöner Sommertag und soweit alles vorbereitet, damit wir dann – so der Plan…

Der Strandinspektor

Der Strandinspektor

Zwischenzeitlich hat der ‚work‘ – Teil im Wort ‚workation‘ wieder angefangen. Um genau zu sein, seit einer Woche. Die Datenverbindung war einwandfrei, also von dem her alles Bestens. Allerdings gibt es da eben nicht viel zu berichten. Ausser dass ich dann am Rechner sitze und arbeite… 🙂 Abends dann irgendwelche Arbeiten am Boot verrichte vielleicht noch.

Am Sontag letzter Woche kam dann das angekündigte Tiefdruckgebiet und hat die Gegend hier mit 11 Grad, Regen und starkem Wind beglückt. In der Marina aber kein Problem. Problem war mehr, dass das hier war wie an der Ostsee. Also eher untypisch für Griechenland. Passend zu Arbeitsbeginn am Montag hat sich dann das Wetter aber gebessert. So ganz unglücklich war ich darüber aber nicht, denn die Dusche ist ja nicht im Bad nebenan, sondern über den Hof.

Irgendwann während der Woche war ich dann nochmal bei ‚Pitagoras‘. Warum, weiss ich auch nicht mehr so genau, ich glaube das war im Zusammenhang mit dem Kauf von Silikonspray bei Nektarios. Das brauche ich eben immer, wenn ich die Vorsegel montieren will – damit das in der Schiene gut läuft.

Kennt Ihr ja schon, das Bild – diesmal aber mit der Zitrone drauf. Und vier statt 3 Spiesse.

Als ich da so sass und um mich herum – und raufgeschaut habe – habe ich dann ein Musterbeispiel für griechische Elektrik gesehen. Wer braucht schon Verteilerkästen, wenn es auch ohne geht.

geht doch. Muss man kein ‚Overengineering‘ machen :)))

So wie am Wochenende der Sturm durchgerauscht ist – so ruhig ist es zwischenzeitlich. Spiegelglattes Wasser in der Marina. Auch mal gut, nachdem es ja doch mehr als eine Woche ziemlich geblasen hat. Aber irgendwie kommt das einem auch komisch vor, wenn es plötzlich so ruhig ist.

morgens um 6 in Griechenland

Den Rest der Woche ist im Grunde ausser Deck und Pantry putzen nicht so viel passiert. Den Saharastaub von Deck zu schrubben hat 3h gedauert. Und ich finde immernoch Stellen, an denen das drin ist. Das wird wohl noch eine Weile gehen, bis das Zeug wirklich weg ist. Problematisch ist eben, dass das Zeuch sich richtig festklebt. Und zu allem Überfluss hat es dann – nachdem alles geputzt war natürlich – wieder geregnet. Wieder alles voll mit dem Zeug. Vor allem die Scheiben. Ach… 😉

Gestern hatte mir Vagelis geholfen, die Segel zu aufzutakeln. War ich froh drum, allein kriegt man das nicht hin. Allerdings ist meine Erkenntnis aus dem, dass technisch (wir reden nicht mal von seglerisch) unbegabte Personen und eine elektrische Winsch keine gute Kombination ist. Immerhin – zwei der Segel sind aufgetakelt.

mit kleiner Garderobe. Die beiden Genuas mache ich lieber zusammen mit Julia.
Die Winsch nachher…

Am Abend habe ich dann einen Ausflug zum Lidl gemacht. Schon mal das schwere Zeug kaufen. Also Wasser und Bier. Wenn Julia dann da ist kaufen wir den Rest. Da ich ja dann schon mal in der Nähe von Vathi (aka Samos Stadt) war, bin ich da zum Restaurant ‚HPA‘ – also auf Deutsch ‚Hera‘. Die Leutchen dort haben mir es irgendwie angetan. Warum – gute Frage. Aber es ist einfach, günstig und ehrlich. In keiner Weise ‚geschleckt‘. Ich mag sowas. Klar, die Damast-Tischdecke und das Silberbesteck ist auch chic und ab und an gut. Aber eben – einfach und ehrlich ist eben auch gut.
Nebenan war an dem Platz gerade eine Kindergeburtstag, da war dann der Bär los… Griechisches Leben also. Sehr gut. Danach bin ich dann trotz der üppigen Portion bei Hera eben doch noch zum Piccolo. Der Mann dort hat eine kleine … ja was ist das? Eisdiele kann man das eigentlich nicht nennen. Spielt auch keine Rolle, er hat Eis. Und zwar richtig gutes. Also gab es Madagaskar Vanille und einen Café Frappé.
Danach bin ich noch etwas in der Gegend rumgelaufen und habe einen Herrn entdeckt, den ich vorher immer vollkommen übersehen oder ignoriert hatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Themistoklis_Sofoulis

Weitere Bilder vom abendlichen Rundgang finden sich in der Galerie. Wenn man sich mal ein bisschen Zeit nimmt, kann man schon das Eine oder Andere (interessante oder schöne) entdecken.

Heute war das Klar Schiff innen angesagt. Das werde ich jetzt nicht weiter vertiefen. Vorher hatte ich allerdings noch meinem Bootsnachbarn von gegenüber geholfen, das Grosssegel zu setzen und wieder einzuholen. Wobei das die Erkenntnis gab, dass ich diese Mastrutscher mit Rollen auch brauche, die er hat. Da fiel das Segel in einem Rutsch und vielleicht 3 Sekunden einfach in das Lazybag. Ich hatte daran zwar auch schon rumüberlegt, aber es eben noch nicht umgesetzt. Jetzt bin ich überzeugt.
Besuch von einer Holzbiene hatte ich dann im Salon auch noch. Zuerst habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Aber dann gab es so seltsam Knurpsgeräusche. Da musste ich das Viech dann doch mit einem Kopfstoss vertreiben. Nagt an der Inneneinrichtung der Mustang rum. Geht gar nicht. Bis jetzt ist Ruhe, Sie ist nicht mehr zurückgekommen.

Da nagt die rum. An dem Loch links war sie wohl gestern dran. Unfassbar.
Ich hatte mich schon gewundert, wo diese Krümel herkamen. Jetzt weiss ich es. Erinnert mich glatt an die Zeichentrickfilme, wo Termiten ein Holzhaus in Sekunden zerlegen.

Am Nachmittag habe ich mich dann mit dem Moppet auf den Weg gemacht. Ich wollte mir einen Strand im Nordosten anschauen – Mourtia Beach. Das sieht so klein und abgelegen aus, könnte noch schön sein. Irgendwie habe ich mir allerdings selbst als die Strasse für griechische – oder Samos – Verhältnisse einer Autobahn glich noch nicht wirklich Gedanken gemacht.

Die Strasse nach Murtia Beach

Als ich dort ankam, habe ich es dann auch endlich kapiert. Sonntag, gut erreichbar – da ist man nicht allein. Waren doch einige Griechen dort. Touristen habe ich weniger gesehen. Aber ok, schön ist der Strand schon. Eben mit den obligatorischen Liegestühlen.

Mourtia Beach
Vorteil: Es gab einen Café Frappé und ein Eis. Das allerdings hätte ich mir verkneifen sollen. Nach Piccolo’s ‚Madagaskar Vanilla‘ ist Carte d’Or einfach schrecklich…

Danach wollte ich noch zu Psili Ammos. Das heisst übersetzt einfach sowas wie feiner Sand oder ‚goldener Strand‘. Und davon gibt es schon mehrere, weswegen es auch mehrere ‚Psili Ammos‘ gibt. Also – als Ortsbezeichnung meine ich. Dort angekommen habe ich allerdings davon nur ein Bild vom recht flach auslaufenden Strand gemacht. Das hat mir eigentlich gelangt, der Rest war schon klar.

Rechts der Strand, links die Flamingos
Das ist Psili Ammos nach dem Versuch mit KI das Kabel wegzuretuschieren, das da im Weg war. Hat nur so halb funktioniert.

Da ich jetzt die Flamingos schon erwähnt habe, hier auch noch ein Bild von denen. Gut – sind etwas klein, wie sie da in dem Brackwasser rumstapfen. Muss ja zugeben, ich bin kein Flamingo Fan mehr. Seit ich die mal in Florida von nahem gesehen – oder bessergesagt gerochen habe. So in der Distanz sind sie ok. Da riecht man die nicht.

Da hinten sind sie. (Zoom in der Galerie)
Flashback

Flashback

Den zweiten Tag in der Bucht habe ich eigentlich hauptsächlich mit Lesen verbracht. Das Buch vom Meer, das ich zum Geburtstag von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen habe. Selbst wenn der Aufmacher – nämlich das Fangen eines Eishais nur der Aufmacher war – es…


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Gestern morgen gab es erstmal noch ein schönes Frühstück beim Sailors House. Nach jeder Menge Tee, Kaffee und Leckereien sind Marc und Raphael dann aufgebrochen zu der ‚Burg‘. Ich habe derweil die Drohne fliegen lassen und das eine oder andere aufgeklart auf dem Boot. «Bozukkale…

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Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

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Gestern nachmittag sind wir nach nicht so langer Fahrt in der neuen Marina von Rhodos eingelaufen. Andi hat das Hafenmanöver gefahren und wir haben ohne irgendein Hafenkino elegant angelegt. Danach kam dann erstmal Programm. Die Männer Boot waschen, mit Frischwasser betanken und einkaufen – die…

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Nachdem wir gestern ja mit Mühen in die Bucht und an den Steg gekommen waren, sah der Tag heute mit dem Frühstück schon wieder ein wenig besser aus. Okan sollte heute kommen, sodass wir dann das Problem mit dem Motor beheben können. Aber eben –…

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Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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