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Nous parlons suisse allemand

Nous parlons suisse allemand

Seit dem ‚Lost Place‘ ist eigentlich soo viel nicht mehr passiert. Hauptsächlich der ‚work‘ Teil von ‚workation‘ in der Bucht. Ab und zu kam mal ein Schiff vorbei, meist sind die auf dem Weg nach Patmos gewesen. AIS machts möglich, da kann man die identifizieren.…

Lost Place

Lost Place

Momentan hat es gerade leichten Südwind, der dann morgen zunehmen soll. Nicht gerade gut in einer Bucht, die nach Süden offen ist – dachte ich mir. Aber als ich das dachte, war es schon vergleichsweise spät. Trotzdem habe ich den Aussenborder, der momentan rumzickt und…

Schiffseinheiten und Würmer

Schiffseinheiten und Würmer

Am Donnerstag habe ich mich vorbereitet, die Marina am Folgetag endlich mal zu verlassen. Das hiess, dass ich mit Gabriel und den anderen der Marina vereinbart hatte, dass das Schiff nochmal rausgenommen wird. Maximal zwei Stunden, Zlatko und Zoran meinten, dass wir zusammen nicht länger als eine Stunde brauchen würden. Und trotz dem Defekt am Kran konnten wir zur Tat schreiten. Der Defekt bezog sich nur auf das bewegen der Laufkatzen um Länge und ev. Breite einzustellen. Dann verlor der Kran oben immer Hydrauliköl. Und das macht sich nicht so gut auf dem Teakdeck.

Und raus damit. Das Bugstrahlruder hatte erneut den Geist aufgegeben. Es musste ein neuer Zahnriemen montiert und das Problem gefunden werden.

Nachdem das Schiff um 16:15 draussen war, kamen um 16:30 Zlatko und Zoran mit den entsprechenden Werkzeugen (die ich leider nicht habe). Also Propeller weg, Dichtung raus, Welle mit dem ‚Jerk-Tool‘ gezogen. (so nennen die beiden das. :)) Eigentlich ist es auf Deutsch ein Ziehhammer) Zwischenzeitlich habe ich oben im Boot den Motor abmontiert, damit der neue Zahnriemen drauf kann.

Die beiden am Werk – immer wieder zu Scherzen aufgelegt.

Dieses Mal haben wir die Zahnriemenspannung wesentlich höher eingestellt. In der Hoffnung, dass das das Problem war. Wir werden sehen. Ich werde die Spannung zwischendrin nochmal kontrollieren. Möglicherweise muss man nochmal nachspannen. Nachdem das alles gemacht war, konnte die Mustang wieder ins Wasser. Insgesamt 1.5h war sie draussen und ich um eine Schiffseinheit ärmer. Die von der Marina wollten das bezahlt haben. Zlatko und Zoran wollten kein Geld. Sie meinten nur ‚wir kennen uns ja, hast ja schon die Marina zahlen müssen und wir haben ja nur kurz geholfen. Wow. Wir haben zusammen noch ein Bier getrunken und ich habe Zlatko und Zoran zu einem Abendessen eingeladen.

Schiffseinheit: Hans-Gerd hat mir erzählt, dass er einen Freund hat (auch Segler, bzw. Schiffbesitzer). Der spräche nur noch von ‚Schiffseinheiten‘ und nicht von Euro. Wobei eine Schiffseinheit eine beliebige Grösse in € sein kann.

Die Mustang war wieder an Ihrem Platz, das Bugstrahlruder ging wieder – also erstmal nach der schweisstreibenden Arbeit nach Vathy (Samos-Stadt) was Essen und anschliessend einkaufen. Schliesslich wollte ich ja Freitag direkt nach dem Arbeiten raus aus der Marina. Bevor die Mustang Moos ansetzt.
Am Folgetag über den Mittag nochmal die Mustang vom Staub/Dreck befreit, Wasser nachgefüllt, Wäsche abgeholt und um 1600 den Rechner zugeklappt. Ich hatte gerade Dimitris gesehen und wollte Ihm hinterher, da bin ich Bernhard und Andrea in die Arme gelaufen. Sie hatten gerade angelegt. Also gab es erstmal ein Bier bei Ihnen an Bord und er hat mir die Geschichte von seinem gebrochenen Finger erzählt. Die Kurzversion ist, dass er im Restaurant hingefallen ist und unglücklich gefallen. Das wurde dann auf der medizinischen Station auf Patmos (dort gibt es kein Hospital) geschient. Wir haben uns zusammen eine dramatische Geschichte ausgedacht, wie das beim Segeln passiert sein könnte. Hört sich besser an, als hingefallen im Restaurant.

Da es starke Böen hatte, habe ich meine Abfahrt auf den Samstag morgen verschoben und wir hatten zusammen einen lustigen Abend. (v.l.: Bernhard, Andrea, Hans-Gerd). Die Töchter von Hans-Gerd und Bernhard kennen sich wohl und haben per Zufall herausgefunden, dass beide Väter in Samos ein Boot haben. So haben sich jetzt Hans-Gerd und Bernhard kennen gelernt und festgestellt, dass sie im München praktisch ‚um die Ecke‘ wohnen.

Samstag morgen um 6 habe ich die Leinen losgeworfen und die Marina verlassen. Es war ruhig und ich war guter Dinge. Es sollte Richtung Westen gehen diesmal. Vor Pythagorio wieder der übliche Wind, das lohnt nicht ein Segel zu setzen. Denn keine 5sm weiter ist dann wieder Flaute. So war es diesmal auch. In der Bucht Ormos Marathokampos hatte ich dann Gegenwind und bin unter Motor genau gegenan gefahren, bis ich einen Winkel zum Wind erreicht hatte, an dem ich ein Segel setzen wollte. Wegen der Böen bis 20kn wollte ich nur das kleine Cuttersegel setzen. Das klemmte aber. Also nehmen wir eben die Genua. Ich muss sie ja nicht ganz ausrollen.

hatte mich mit der Furlerleine verkalkuliert und die ganze Genua ist rausgerauscht.

In der Folge hat es ziemlich ‚gekachelt‘. Die Böen waren nicht mehr bei 20, sondern 30kn. Da habe ich beschlossen, die Genua einzurollen bis die Fläche klein genug ist. Das hat bei dem Wind so leidlich funktioniert. Beim Versuch, die Genua ganz einzurollen, kamen dann dummerweise nochmal extra fiese Böen.

Mehr als nur eine Schiffseinheit… Das doch etwas betagte Segel hing in Fetzen.

Der folgende Akt vor Psili Ammos mit der Bergung des Segels war dann von einigen Flüchen begleitet. Kann man sich vielleicht vorstellen. Ich habe es soweit es ging eingerollt und nun hängen da ein paar Fetzen raus. Da ist vermutlich nicht mehr viel mit Reparatur. Wenn das Segel morsch genug ist, dann bringt das nichts mehr. Es wird an der nächstbesten Stelle reissen.

Nach dem Frust habe ich mich erstmal hingesetzt und ein Bier getrunken. Da war mir die Uhrzeit vollkommen egal. Anker drin und die Böen haben immernoch gepfiffen. Von fast null schlagartig auf 30kn.

Am Abend wars dann ruhiger und ich habe das Dinghy endlich mal parat gemacht um nach Limnionas zu tuckern. Dort wollte ich was essen. Also noch den Aussenborder dran und diesen Pöpsel, damit man den starten kann – knack! Kann doch nicht waht sein!

kein Start vom Aussenborder mehr?

Wenn der Wurm mal drin ist, dann ist er drin. Dieses Jahr hat es da irgendwie in sich. Bugstrahlruder, Winsch, Julias Finger, Segel und nun auch noch das zur Krönung. Wenn der Wurm mal drin ist…. in dem Fall sind es aber wohl mehrere Würmer. Glücklicherweise hatte ich letztes Jahr bei Nektarios einen Ersatz gekauft. Zwar eher wegen eventuellem Verlust von diesem Teil – aber jetzt war das gut, dass ich das hatte.

In der Taverna in Limnionas. Zugegeben schon mal besser gegessen – aber die Aussicht (mit dem ‚Fast-Vollmond‘ siehe Galerie) hat das kompensiert.

Aufgetakelt

Aufgetakelt

Doch schon wieder paar Tage her, dass ich was geschrieben habe… Julia ist wieder zuhause und hat sich am Montag von der Spitex und heute vom Arzt den Finger verbinden lassen. Es gibt wohl eine Folie die die Wundheilung fördern soll. Das Beste daran: Nur…

Hausbesuch und Weinmuseum

Hausbesuch und Weinmuseum

Am Dienstag abend waren wir in Psili Ammos. Wie schon letztens geschrieben heisst das einfach ‚feiner Sand‘. Wir dachten, das ist in der Nähe und Julia wollte auf jeden Fall noch die Flamingos von Samos sehen. Also los. Zwischendrin dachte ich, dass ich es besser…

Myli & mehr

Myli & mehr

Nachdem ja nun nicht mehr an Segeln zu denken war, dachten wir uns – versuchen wir mal das Beste daraus zu machen. Weil es mit dem Motorrad ja nun nur noch schlecht geht irgendwohin zu kommen, haben wir ein Auto gemietet für die Woche. Wieder bei Angeliki, das ist die Freundin von Katerina (unsere superbe Taxifahrerin). Das ist nun einfacher jeden Tag in das Spital nach Vathy (Samos Stadt) zu fahren. Zwischenzeitlich wissen wir ja auch, wie wir da hin kommen. Denn interessanterweise ist das Spital von der Umgehungsstrasse aus nur durch enge Wohnstrassen erreichbar – in deren Gewirr man leicht die Orientierung verlieren kann. Es gibt eben auch nur ein Schild an der Umgehungsstrasse. Danach – Fehlanzeige.

Hier sind wir täglich einmal zum Verbandswechsel. Lauschig ist anders… aber watt mutt dat mutt.

Als wir am Sonntag dort waren, haben wir schnell gespürt, dass irgendetwas nicht gut war bei der Notaufnahme. Der Wagen der Ambulanz stand davor und besorgte Menschen. Also warten. Es stellte sich dann heraus, dass es einen schweren Unfall gegeben hatte. Ein Mann, etwa um die 60 Jahre alt, war 10m runtergefallen und mit multiplen Brüchen und vielem mehr eingeliefert worden. Da wartet man plötzlich noch viel geduldiger. Im Gegensatz zu einer Italienerin, die wegen Bauchweh einen Riesen Aufriss veranstalten wollte – bis sie dann von ‚unserer‘ Ärztin Maria eingebremst wurde. ‚You are not dying, are you? Then man inside is about to die!‘. Der Mann, um den es da ging musste notfallmässig nach Athen geflogen werden…
Was macht man nach dem Verbandwechsel am Vormittag mit dem Rest des Tages? Es war ja auch schon Mittag vorbei. Ach – ich habe ja noch die Sachen für den Kuchen nach dem Rezept von Chrisiis. Also frisch ans Werk, ich wollte ja immer mal schon den Backofen ‚richtig‘ ausprobieren. Also mit richtig meine ich jetzt eben nicht nur zum Brot toasten. War dann schon ein wenig mühsam, so ganz ohne Küchenmaschine. Allerdings nicht so anstrengend wie ich mir das in meinen wilden Phantasien ausgemalt hatte. Man rührt halt eine Weile. Als dann Julia wieder wach war (hatte sich zwischendurch mal hingelegt), gab es einen ‚Afternoon Tea‘ für sie. Für mich Kaffee.

Es wird Orangenkuchen garniert mit kandierten Orangen zum Tee gereicht.

Danach sind wir durch Myli Richtung Koumaradei gefahren. Auf dem Weg dorthin sollte ein sehenswertes Kloster sein, meinte Katerina. Ich hatte sie gefragt, was Ihr denn so alles einfiele – das war eins der Ausflugsziele. Und das hatte sich wirklich gelohnt.

Ιερά Μονή Μεγάλης Παναγιάς Σάμου – Santo Monasterio de Megali Panasteria Samos

Das Kloster war absolut sehenswert. Und nicht nur das. Es war auch ‚riechenswert‘ (gibt es das Wort? :). Innen blühte der Jasmin und die Rosen derart üppig, dass über allem ein süsslicher Duft hing. In Kombination mit absoluter Ruhe, die hier alles ausströmte. Das war schon beeindruckend, ganz zu schweigen von der zentral im Kloster gelegenen Kirche.
Jasmin und Rosen soweit das Auge und die Nase reicht

Nach dem Kloster haben wir noch einen Stop in Myli eingelegt. Dort gab es ein Schild, das Richtung ‚Traditional village square‘ zeigte. Na denn – schauen wir uns das mal an. Das Dorf hat uns dann gut gefallen. Es ist recht gut in Schuss und scheint noch nicht entweder aus lauter verfallenen Häusern oder nur Touristenappartments zu bestehen. Diverse Häuser stehen zum Verkauf und die sind nicht wie so manchmal ausschliesslich ein Fall für die Abrissbirne.

Kommt hier nicht ganz so zur Geltung. Durchaus ein nettes Dorf.

Nach diesem Ausflug wollten wir noch in Ireon vorbei um ein wenig am Meer entlang zu laufen und vielleicht einen Kaffee zu trinken. Aus dem Kaffee ist dann ein Fisch geworden, nachdem wir festgestellt hatten, dass der Hauptplatz in Ireon offensichtlich gerade komplett neu gemacht wird. Wir sind dann in einer Querstrasse weiter hinten in einem Restaurant hängen geblieben.

Fisch und Salat für 13.50. Da kann man nicht meckern – denn Vorspeise, Knoblauchbrot und Früchteteller waren auch noch inclusive. Also durchaus empfehlenswert.

Das wars dann für den Tag. Heute waren wir wieder am Spital. Zwar kein Notfall, aber viele Leute dort. Das Ticketsystem haben wir zugegebenermassen geistig nicht so ganz durchdringen können. Aber wir haben Maria vor der Notaufnahme getroffen und Ihr Blumen und eine Tafel Schoggi als Dank für Ihren Einsatz überreicht. Das hat sie sichtlich gerührt und gefreut. Morgen ist sie dann leider im (sehr verdienten) Urlaub. Also ‚leider‘ für uns – gut für sie. Aber Sie hat nochmals genau aufgeschrieben, was gemacht werden muss und uns einiges an Material aus dem Spital mitgegeben. Damit sollte das in der Folge sicherlich alles klappen, zumal sie Julia noch Ihre Privatnummer für etwaige Fragen gegeben hat.

Nach dem Spitalbesuch waren wir noch im Café in Samos einen Kaffee/Cappucino trinken und sind anschliessend nach Manolates aufgebrochen. Das ist ein Bergdorf an der Nordküste, das Julia noch nicht kannte.

Manolates – weitere Bilder in der Galerie

Nach Manolates ging es noch nach Kokkari zum Mittagessen. Wie immer, wenn wir hier sind gehen wir in das kleine Restaurant am Meer. Die Dame dort ist so nett und kocht gut, dass man gerne immer wieder mal hingeht.

Das kleine Restaurant am Meer

Danach wieder zur Mustang. Wir haben noch zwei von Julias Berichten abgearbeitet, gekocht… und jetzt ist der Tag rum. Bis auf das Schreiben dieses Blogs. Diesmal wieder mit einigen Bildern.

Planänderung

Planänderung

Diesen Donnerstag ist Julia angekommen. Also vorher noch paar Sachen erledigt, unter Anderem nochmal zu Nektarios und Lebensmittel einkaufen. Ich habe den Eindruck, dass ich dort bald täglich bin. Es war ein schöner Sommertag und soweit alles vorbereitet, damit wir dann – so der Plan…

Der Strandinspektor

Der Strandinspektor

Zwischenzeitlich hat der ‚work‘ – Teil im Wort ‚workation‘ wieder angefangen. Um genau zu sein, seit einer Woche. Die Datenverbindung war einwandfrei, also von dem her alles Bestens. Allerdings gibt es da eben nicht viel zu berichten. Ausser dass ich dann am Rechner sitze und…

Flashback

Flashback

Den zweiten Tag in der Bucht habe ich eigentlich hauptsächlich mit Lesen verbracht. Das Buch vom Meer, das ich zum Geburtstag von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen habe. Selbst wenn der Aufmacher – nämlich das Fangen eines Eishais nur der Aufmacher war – es war so interessant, dass ich es an dem einen Tag durchgelesen habe. Ok – mit Brille. Das geht zwischenzeitlich nicht mehr, so viel zu lesen ohne Hilfsmittel. 🙂 Eine Seite würde ich noch schaffen, aber dann wär ich wohl schon k.o.

Das Buch vom Meer

Neben dem Lesen gabs nicht viel zu berichten, es war ein sehr schöner Tag mit angenehmer Temperatur. Gegen Mittag hat die Wassertemperatur dann auch 20 Grad erreicht, Zeit um mal ans Ufer zu schwimmen. Sah weit aus, aber nach GPS waren es dann doch nur 125m. Also 5 Längen im Hallenbad. Oder 2.5 olympische. Am Strand gab es nicht viel Neues. Schien nur so, als ob die Stürme im Winter das ganze Treibholz nochmal 15 Meter nach oben geschoben haben. Da hatte ich mir überlegt, vielleicht am Abend da mal ein Lagerfeuerchen zu machen. Zumal ja der, der da am Morgen noch geangelt hatte, schon eine Feuerstelle angelegt hatte. Schien fast, als hätte er die Fische direkt nach dem Angeln gegrillt. Aber ich habe es mir nochmal anders überlegt. Denn im Dunkeln zum Schiff schwimmen wollte ich dann doch nicht. Und das Dinghy ist noch nicht aufgepumpt. Also ein anderes Mal, wenn es abends auf etwas wärmer ist.

Seestern am Strand
Blcik vom Strand. Eigentlich nichts Neues, aber trotzdem schön.

Da am Freitag nachmittag/abend Starkwind angekündigt war, bin ich doch recht bald am Freitag zurückgefahren. Erst sah es noch ganz friedlich aus, vor Pythagorio dann doch Böen mit etwa Bft 7. Na, das kann ja heiter werden. Da ich ja keine Crew zur Verfügung hatte, musste ich dann auch bei dem Wind noch die Fender festmachen. Ist aber gutgegangen, bin nicht baden gegangen. Das wäre eher blöd gewesen. Vor der Marina musste ich dann erstmal fast eine halbe Stunde warten. Ein Engländer war vor mir und den mussten sie erstmal einweisen. Danach ich. Fing gut an, aber beim 2. Anlauf (wie gesagt Böen von der Seite mit 7 Bft) ist dann wieder der Zahnriemen vom Bugstrahlruder gerissen. Unfassbar. Die Marineros mussten mir dann helfen und haben mit Ihrem Boot die Nase der Mustang zurechtgedrückt, sodass das dann schlussendlich passte.
Den Rest des Tages habe ich dann eher frustriert wegen dem Bugstrahlruder mit so diesem und jenem verbracht. Unter anderem war ich nochmal bei der Rezeption und habe nachgefragt, ob sie mir da irgendwie entgegen kommen können wegen dem Bugstrahlruder. Eben insofern, als dass sie mir die Mustang nochmal ohne Bezahlung – oder weniger rausnehmen für die Reparatur. Manos meinte aber, er müsse den Manager fragen. Mal sehen wenn der wieder da ist.
An was das nun lag, dass der Zahnriemen gerade wieder gerissen (oder kaputt) ist – keine Ahnung. Das wird sich vielleicht dann herausstellen. Bei Nektarios war ich dann auch nochmal wegen den Ersatzteilen. Das muss aber bestellt werden.

Etwas phlegmatisch war ich dann heute schon. Dennoch – habe mal endlich Klar Schiff gemacht. Also aufräumen. Ist irgendwie zeitaufwendig, obwohl der Raum ja nicht gross ist. Liegt wohl daran, dass man immer mal etwas wieder Umschichten – oder auch einfach wegwerfen muss. Immerhin, den defekten Battery Protect habe ich ausgetauscht, den Reserveanker jetzt final parat gemacht und ein neues ‚Ladegerät‘ installiert. Das ermöglicht es jetzt, dass die Motorbatterie auch vom Solarstrom mitgeladen wird. Ist gut, wenn man länger vor Anker ist, oder eben der Motor nicht läuft. Auf die Art ist die Starterbatterie immer voll. Wie alles auf dem Boot, war auch das wieder ein Akt von ca. 1.5h. So gehts halt beim Aufräumen, da fällt einem das Teil wieder in die Hand: ‚Ach..wollte ich ja auch noch machen‘.

Am Abend bin ich nach Pythagorio gefahren. Der Plan: Schauen ob Daphne jetzt auf hat und eine Fischplatte gegen den Frust reinhauen. Wenn nein, eben wieder zurück in die Marina und dort abendessen.
Aber es ist anders gekommen. Tags zuvor war ich schon bei ‚Pitagoras‘. Das ‚Restaurant‘ ist ein Zwischending zwischen griechischem Schnellimbiss mit Gyros und Restaurant. Also dachte ich, ich probiere mal deren Souvlaki. Und das war ein Flashback. Die waren so gut, wie damals vor 40 Jahren die vom Metzger in Methoni. Gut, halt nicht Holzkohlegrill. Aber die Grösse stimmte, Holzspiesschen, zartes Fleisch und – eine Zitrone dabei! Das hatte ich jetzt seit seehr langem nicht mehr in all den anderen Lokalen. Vermutlich wissen die Durchschnittstouristen nichts damit anzufangen. Auf jeden Fall – lecker. Und die Leute dort auch nett. Sie haben dann nebenbei noch die Teenie-Tochter, die auch dort war wohl auf den Arm genommen. Klar, sprachlich habe ich es nicht verstanden. Aber klar war schon worum es ging. Ich hatte mir mein Bier ja selbst aus dem Kühler geholt und wie am Tag vorher auf ein Glas verzichtet. Ist nur noch kälter dann. Das wussten sie und haben Ihr wohl gesagt: ‚Der Herr hat gar kein Glas!‘ Sie hat dann eins aus dem Kühler geholt und auf halber Strecke zu mir das Ganze aufgelöst. Das war ein Gelächter, die Tochter hat es aber mit mit Humor genommen und das Glas einfach wieder zurückgestellt…

Im ‚Pitagoras‘, Tochter links (nur, dass es keiner verwechselt 😉
Legendär. Die Zitrone ist ganz rechts unten noch zu erkennen.

Das ‚Hauptunwetter‘ soll nun mit zeitlicher Verzögerung irgendwann heute Nacht eintreffen. Windstärken bis 70km/h sind angekündigt. Kalt ist es schon mal mit nur noch 15 Grad. Aber nächste Woche, wenn ich wieder im ‚Boat Office‘ arbeite…da wirds dann wieder gut.

Starlink

Starlink

Gestern war der Tag… die Mustang sollte wieder ins Wasser. Denn – nach einigem weiteren Gefrickel mit dem Bugstrahlruder war sie dann parat. Die Sache mit dem Bugstrahlruder hat sich deswegen in die Länge gezogen, weil die Welle am Propeller nicht rauszukriegen war. Zumindest nicht…


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Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

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Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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