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Flashback

Flashback

Den zweiten Tag in der Bucht habe ich eigentlich hauptsächlich mit Lesen verbracht. Das Buch vom Meer, das ich zum Geburtstag von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen habe. Selbst wenn der Aufmacher – nämlich das Fangen eines Eishais nur der Aufmacher war – es…

Starlink

Starlink

Gestern war der Tag… die Mustang sollte wieder ins Wasser. Denn – nach einigem weiteren Gefrickel mit dem Bugstrahlruder war sie dann parat. Die Sache mit dem Bugstrahlruder hat sich deswegen in die Länge gezogen, weil die Welle am Propeller nicht rauszukriegen war. Zumindest nicht…

Mesogio

Mesogio

Nachdem ja zwischendrin eher ein schlechter Tag mit tiefen Temperaturen war, an dem das mit Epoxy am Ruder nichts gewesen wäre habe ich das einen Tag verschieben müssen. Da war die Temperatur entsprechend und ich habe mich mit der blöden Glasfaser Matte und dem Epoxy abgemüht. Da gibt es ja gewobene Epoxy Matten – und eben die anderen. So eine war das. Und dann noch Wind dazu. Egal, schlussendlich war knapp ein Kilo Epoxy drauf und am aushärten. Währenddessen weiter am Rumpf rumgepinselt. Ich hatte 6 Dosen Antifouling bestellt und genau genommen nur 5 gebraucht . Also die bekannten Stellen, wo sich die Natur als Erstes des Eindringlings bemächtigen will (oben, Licht, warm – also der halbe Meter unter der Wasseroberfläche) nochmal und nochmal überstrichen. Sie werden es hassen. :))
Nach dem Epoxy nochmal spachteln. Danach schleifen. Und am Schluss das Ruderblatt auch noch drei Mal gestrichen.
So vergeht die Zeit schon: Schleifen, Spachteln, Streichen. Streichen. Und wenn man so am arbeiten ist kommt noch eine Plaudertasche von nebenan. Irgend ein Deutscher mit einem Riesen Motorboot-Pott der wohl Langeweile hat oder sonstwie Anschluss sucht. Mir was erzählt, wie böse die Welt ist. Und was also alles passieren kann, wenn man sich ausser Haus begibt. Es ging dann irgendwie darum, wie man wohnen oder leben will. Da habe ich erzählt, dass ich mal in Johannisburg war und dort im etwas besseren Wohnviertel alle Mauern ums Haus und eine Alarmanlage hätten. Und ich das nicht bräuchte. Da meinte er, er wohnt in Istanbul und hätte auch eine Mauer ums Haus. Na toll. Fettnäpfchen. Aber hat es wohl nicht so wahrgenommen. Ich meinerseits habe weiter gestrichen während der Unterhaltung. Bin ja nicht zum Spass hier. 🙂 Irgendwann kam dann das Taxi und hat ihn zum Flughafen gebracht. Sehr nett von dem Taxifahrer, habe noch überlegt ob ich ihm noch ein extra Trinkgeld gebe für die Erlösung.

Ruderschaden behoben

Zwischendrin habe ich mal mit der Ankerkette beschäftigt. Ich habe Nektarios gefragt, ob ich eine neue Ankerkette bräuchte. Er meinte, da kann man auch die Kettenglieder rausmachen und einen Ersatz einfügen. Das Ersatz-Kettenglied ist zweiteilig. Man könnte das mit einem einfachen Hammer zusammenklopfen. Eins jagt das andere oder zieht wieder weiter Arbeit nach sich. Das Kettenglied war robuster als ich dachte und mit dem Vibrationssäge und dem angeblichen Diamant-Schneideblatt hätte ich wohl ähnlich lange gebraucht wie Edmond Dantes zum Graben mit einem Löffel bis zu Abbé Faria, (Ja – welcher Roman war das wohl?)
Also ist der Fall klar, eine Trennscheibe muss her. Die habe ich im Werkzeugladen samt passendem Dorn tatsächlich gefunden. Aber hiess eben auch erstmal hinfahren, suchen, kaufen, zurückfahren. Immerhin, ich habe über die Kette gesiegt. Ich hätte so eine Uhr mit Laserstrahl gebraucht wie 007 in Never Say Never Again. Da wäre ich in 10 Sekunden fertig gewesen.

gammeliger Teil raus und glänzend rein. Butiful.

Fällt mir ein: Irgendwann die Tage war ich bei Manos an der Rezeption, einfach mal wieder sehen lassen. War eine gute Unterhaltung, er meinte es gäbe dann bald einiges Neues und die Bäder/Toiletten würden auch neu gemacht. Und – im Winter muss es wohl ziemlich zugegangen sein mit Sturm . Auf Samos wie aber auch auf Rhodos. Er hätte einen Kunden in spe gehabt, der von Rhodos nach Samos kommen wollte. Als der dann von London angereist sei, hätte er sein Boot mit zwei Löchern im Rumpf vorgefunden. Es stand an Land und war wohl umgekippt. Gesagt hätten sie ihm davon vorher nichts….
Da ist die Marina in Samos schon sehr sicher. Zwar hatten sie auch einige Nachteinsätze, wie er erzählt hat. Aber das war wohl mehr zur Kontrolle, wirklich passiert ist im Grossen Ganzen nichts.

Kaum zu glauben – fertig mit streichen. Ist auch gut so, am Schluss dachte ich mir fällt der Arm ab. Aber wie heisst es doch so schön: Lieber Arm ab als arm dran. (Abteilung Uralt Kalauer)

Dann war zwischendrin noch die Sache mit dem Coca-Cola. Ich hatte ja bei Nektarios den alten Reserveanker gegen zwei neue Flaggen eingetauscht. Er war so freundlich und hat den Schäkel und den Wirbel für mich abgemacht. Als ich da bei ihm im Laden abgeholt habe, war sein Rat ich solle das in Coca-Cola einlegen. Das bringts. Er würde das ja nicht trinken, aber dafür könnte man es gut brauchen. Sei milder wie die Rostentferner auf Säurebasis.

Bin ich gespannt ob er mich nur verkohlt hat, oder ob das funktioniert. Habe das mal eingelegt in einem griechischen Joghurtbecher. Wenn es mit Cola nicht geht, kann ich ja auch mal ein Joghurt probieren.

Heute der grosse Tag. Ausflug mit dem chinesischen e-Mobil von Vagelis. Wir sind sehr entspannt in dem fast schon luxuriös anmutenden Auto in das Dorf Mesogio zum Essen gefahren. Wenn man das Auto sieht und damit gefahren ist, dann wird einem schlagartig klar, was vor allem die deutsche Autoindustrie für ein Problem hat. Sehr angenehm, fährt gut – kostet aber nur ein Drittel…

In Mesogio angekommen, sind wir dann in das Lokal dort. ‚Das Lokal‘ – weil es einfach nur eins gibt. Und das kann man sich ein bisschen so vorstellen, wie wenn man in ein griechisches Wohnzimmer sitzt. Ohne Sofa, ok. Aber sonst kein grosser Unterschied. Vagelis meinte, er mag solche Lokale – es wäre wie daheim und es gäbe eben auch traditionelles Essen. Und nicht ‚griechisch-touristisch‘. Spannend. Wie sich herausstellte, kannten sich die irgendwie alle. Der Junge, der dort zu Besuch war, ist ein Schulfreund von Nikitas und dessen Grosseltern bewirtschaften das. Also hauptsächlich die Oma. Der Grossvater war auch da – er arbeitet im Steinmetz Geschäft und hat vor allem Aufträge von den grossen Hotels.
Kleines Schmankerl: Dort wo heute das Hotel Dorissa steht, sollte eigentlich nie was gebaut werden. Plötzlich war da aber eine Grube. Es soll da dann noch paar antike Überreste beim Aushub gegeben haben. Sagt man. Es weiss keiner, wie das so ging – aber plötzlich stand da das Hotel.
Vagelis meinte nur: Entweder hast Du Geld oder Beziehungen. Am Besten beides. Dann geht das. Man merkt: ‚the greek way‘. Aber so unter uns – das geht überall. Nicht nur in Griechenland.

Kommen da nochmal 5 zu Besuch für die Platte? (Nein.)

Jedenfalls … das Essen war ausgezeichnet und unterhaltsam – mitsamt Spaziergang durchs Dorf. Das geht nicht allzu lang bei vielleicht 30 Häusern. Eines davon schaut sich Vagelis noch genauer an. Es ist das mit dem Nissan davor (siehe Galerie).

Mesogio City Center.

Alles in Allem war das ein sehr schöner und gelungener Ausflug. Ich bin sicher, heute Abend brauche ich nichts mehr zu Essen, also nochmal an den Strand und …. ich war das erste Mal da im Wasser. Noch recht erfrischend mit den 16-17 Grad, die es haben soll. Aber ist gut, das zieht die Falten raus. 🙂

nach dem üppigen Essen war das richtig erfrischend. Super – wenn das Wetter jetzt besser wird, dann geht das öfter.
Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Nachdem die Mustang auf Ihrem Platz war, ging es los mit der Vorbereitung. Schleifen, schaben, reinigen des Unterwasserschiffs. Glücklicherweise ist das Antifouling, das Okan damals verwendet hat wohl recht wirksam. Bernhard mein ‚Segelnachbar‘ meinte, sein Schiff hätte nach 2 Jahren viel schlimmer ausgesehen. Arbeit ist…

Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Da ja klar war, dass die Mustang am Samstag nicht aus dem Wasser kommt, sondern erst am Montag habe ich beschlossen eine Runde mit dem Moppet zu machen. Bei schönstem Wetter – allerdings etwas frisch bin ich in Motorradmontur losgefahren. Das war kein Fehler, denn…

The Greek Way

The Greek Way

Gestern ging es wieder mal los. Mit insgesamt 85kg Gepäck stand ich am Flughafen um einzuchecken. Über den Winter sammelt sich so dies und das an. Ok – es hatte auch damit zu tun, dass ich den Wassermacher mit dabei hatte mit über 40 Kilo.
Aus purer Gewohnheit bin ich dann am Economy Schalter angestanden. Wobei das eigentlich kein Thema war, vor mir waren gerade mal 2 Personen. Die nette Dame vom Checkin meinte dann, dass das aber alles viel zu viel Gepäck sei. Sie meinte eben, ich hätte ein normales Economy Ticket. Glücklicherweise habe ich aber irgendwann mal ein Gebot abgegeben für einen Busniess Class upgrade – und den auch noch bekommen. 🙂 Da gehören standardmässig 2x 32kg Aufgabegepäck dazu. Und da ich schon Zusatzgepäck gebucht hatte war das also kein Problem.
Noch mit Kim zusammen einen Kaffee trinken und das Auto übergeben, dann ging es Richtung Gate. Zuerst aber Security Check. Wer mich kennt, der weiss wie sehr ich das mag. Ich bin ja eigentlich geduldig, aber das zieht mir jedesmal den letzten Nerv. Wobei – in Zürich muss man sagen, haben die das wirklich im Griff. Da ist immer genug Personal da und es geht auch bei viel Betrieb flott, anders als in Berlin. Dort habe ich mal 40 Minuten gewartet und es waren vielleicht 15 Personen vor mir.
Auf jeden Fall gibts da für Business Class noch einen extra Eingang, ich musste keinen Laptop oder Tablet auspacken und war in nicht mal 5 minuten durch. So ist das ok, kann man lassen.
Anschliessend noch Duty Free – Schoggi für die Griechen kaufen. ‚Meine‘ Taxifahrerin Katerina bekommt immer was, natürlich auch Vagelis, Cleopatra und Nikitas. Beim Gate das Gleiche nochmal – getrennter Eingang, keine Wartezeit. Nach dem Orangensaft nach dem Abheben kam dann das Menu. Da ist mir klar geworden, wie lange ich schon nicht mehr in der Business Class unterwegs war. èber 20 Jahre. Und – angesichts des wirklich guten Menus mitsamt Rotwein kommt man schon ins grübeln. Wenn man das alles zusammenrechnet, ist das schon was wert. Im Flughafen Athen musste ich nicht mehr essen gehen…

Das ist ein Menu. Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Schoggikuchen. Ich war sowas von pappsatt. Warum sich meine Nachbarin nur ein komisches mitgebrachtes Sandwich reingewürgt hat … keine Ahnung.

Der Rest der Reise ging soweit auch gut. Bis auf die Sache mit dem Zoll. Da stand eben tatsächlich einer. Mist. Mit 3 Koffern/Taschen. Was sag ich da? Trotzdem ein Fall für den Zoll. Na gut, kennen wir ja schon. Ich soll dann am Samstag (heute) antraben – er würde mich anrufen…

Katerina hat mich schon erwartet, die 85kg in den Skoda gepackt, Schoggi zu Ihrer Freude übergeben und los gings. Auf Katerina ist wirklich Verlass, das muss man hier mal sagen.

In der Marina habe ich die Mustang dann bei guter Gesundheit vorgefunden. Davon abgesehen, dass ich beinahe mit so einer schweren Tasche im Hafenbecken gelandet wäre, ist alles gut gegangen. Das Boot allerdings komplett mit Sahara-Staub-Schleim vollgesaut. Das kann ja lustig werden, das zu putzen. Ausser dem obligatorischen Winterwasser in der Bilge war aber soweit alles ok.

hat brav gewartet und sich gelangweilt

Heute morgen ist mir dann gerade noch Zoran über den Weg gelaufen. Das war ein erfreuliches Wiedersehen! Er meinte dann, dass sein Bruder den Service am Motorrad gemacht hätte und da sie sowieso nochmal in die Halle nahe Samos Stadt müssten, könnte ich dann mit und es abholen.
Anschliessend war ich noch bei Vagelis, Cleo und Nikita. Sehr erfeulich – und sie wussten auch recht viel Neues zu berichten. Scheinbar gibt es in der Marina demnächst einen neuen Laden, das Hotel an der Marina soll neu eröffnet werden und einiges renoviert. Unter anderem die Duschen und die Elektrik. Guter Plan.
Eigentlich sollte heute ja die Mustang schon aufs Trockendock. Aber wegen Platz- und Zeitmangel sagte mit Gabriel, dass es erst am Montag geht. Dafür habe ich dann einen Platz mit Strom und Wasser in der Nähe. Auch gut. Habe ich das Wochenende Freigang. Ein paar Kleinigkeiten habe ich allerdings heute schon nebenbei gemacht. Einen Schalter und eine USB-Ladebuchse ersetzt.
Etwa um 11 hat mich dann der Zollbeamte angerufen. Ich also mit dem Velo dorthin. Er hat mir dann die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten erklärt. Zum Beispiel mit dem ganzen Zeug nach Samos Stadt, alles auspacken und Wert schätzen lassen und dann Zoll zahlen. Oje. Oder – the greek way, da ich ja ehrlich und kooperativ sei. Sein Kollege ist Agent, der kann das für mich abwickeln. Kostet 50 Euro, er zahlt den Zoll zu einem verminderten Satz für mich – und das ganze ist erledigt. Na – klar, was man da macht. The greek way eben. Billiger, schneller, einfacher.

Nachdem das also getan war, bin ich noch kurz bei Nektarios vorbei. Er wird dann am Montag die Antifouling Farbe und den neuen Reserveanker bringen. Im Anschluss habe ich noch Bernhard getroffen. Leider war er immernoch nicht so ganz fit. Er hat sich eine Erkältung aus München mitgenommen. Wir haben dann eine Weile über Boote und die Welt geredet und er hat mir erneut die Augen geöffnet wo der Sparwahn auch beim Yachtbau hinführt. Er hat praktisch gleichviel Zeug ständig zum Reparieren wie ich. Nur dass das Boot mehr als 20 Jahre jünger ist. Er meinte, da sei leider nicht mehr viel los mit Bavaria. Die hätten extrem nachgelassen und würden nur noch Billigzeug verbauen. Das war früher anders.

Zlatko hat mich dann mitgenommen zu meinem Motorrad. Als ich das in der Halle dann gesehen habe, war ich platt. So sauber war es schon lang nicht mehr. Zlatko hat offensichtlich 20 Jahre Motorrad Service gemacht, bevor er dann mit seinem (Zwillings-) Bruder ins Bootsgeschäft eingestiegen ist. Und er war so begeistert, das wieder mal machen zu können – da hat er die Macchina gleich noch geputzt.
Leerreich war im Übrigen auch die Unterhaltung im Auto bis zur Halle. Er hat erzählt, dass er gerade einen Turbolader bei einem (Segel-)yachtmotor ersetzen muss. Und das sein kein Einzelfall, die gingen regelmässig kaputt, weil sie nie die notwendigen Drehzahlen erreichen. Und einen Haufen Elektronik hätten die neuen Motoren dran, da würde man nicht glücklich. In dem Fall waren wir uns einig. Der alte Perkins ist zwar lauter und nicht so super optimiert – aber auf die Dauer verlässlicher.

wie aus dem Ei gepellt… 🙂

Gegen abend bin ich dann zur Pension Philippe gefahren. Chrisiis hat sich gefreut mich wieder zu sehen – ich hatte hier ja auch Zimmer gebucht für die Samos-Feier-Aktion letztes Jahr. Es gab hier den Vorsaison Spezialtarif und ein wirklich schönes Zimmer. Hier werde ich wohnen, während ich am Boot arbeite. Das ist einerseits komfortabler und davon abgesehen haben sie es in der Marina nicht so gern, wenn man auf dem Trockendock im Schiff haust.

Marmaris

Marmaris

Schon wieder eine Woche rum, kaum zu glauben. Wie ja schon mal erwähnt, muss ich ja aber arbeiten und so sind die Tage eigentlich gut gefüllt. Da merkt man mal, wieviel Zeit dafür draufgeht. Letzte Woche war nicht viel spektakuläres, ich war nochmal bei Nektarios…

Ankerwinsch und Haxe

Ankerwinsch und Haxe

Da ich ja zwischenzeitlich wieder arbeiten muss, geht momentan nicht so viel. Zumindest an der Ausflugs und Sightseeing Front. Dort ist es vergleichsweise still, auch weil die letzten Tage hier Starkwind mit Beaufort 7-8 angesagt war. Und das war in der Marina. Immerhin, endlich war…

Kaimaki und Tomatenbrot

Kaimaki und Tomatenbrot

Neulich auf diesem Kanal zur Erinnerung: Wir (Marc & ich) waren von der Inseltour zurück und hatten dann angelegt. Nicht italienisch, aber dazu mehr später.
Am gleichen Abend (Freitag) haben wir keine grossen Sptünge mehr gemacht und sind einfach ins Marina Restaurant gegangen. Das war wieder mal ein Erlebnis – Mythos vom Fass und eine Lammkeule. Irgendwas Leichtes auf den Abend eben.

So ganz frischfrisch war die zwar nicht mehr, aber trotzdem gut.

Am Folgetag waren wir dann in Vathy in geheimer Mission unterwegs und zudem musste ich ja auch mal zum Friseur. Herrenfriseur. Oder neudeutsch ‚Barber Shop‘ – dabei habe ich nicht mal einen Bart. Normalerweise. Das mit dem Barber Shop war aber Fehlanzeige, der hatte zu. Vermutlich weil am Tag vorher ja die Maria gen Himmel gefahren ist. Das kann schon mal ein Grund sein. Passiert ja nicht alle Tage.
Wir wollten ja noch weiter, also war uns das dann auch egal, dass die meisten anderen Geschäfte auch zu hatten. So wie auch das Stammlokal ‚Hera‘, in dem ich normalerweise dort was essen gehe. Das ist dort zwar nicht hochpoliert und die Bedienung nicht durchgestyled – aber ehrlich. Das Gesicht der Bedienung dort erinnert mich irgendwie immer an Alexander den Grossen. Sieht irgendwie ähnlich aus…

Weiter nach Kokkari. Warum dort hin, zur kleinen Zwiebel? (Name der Stadt, weil sie dort damals wie heute eine spezielle Zwiebelsorte anbauen, die es wohl nur dort gibt) ..Weil ich mich nicht mehr mit Sicherheit daran erinnern konnte, wie das Lokal in Karlovasi hiess, das uns die nette Dame vom kleinen Restaurant dort empfohlen hat. Es war der Name einer griechischen Gottheit und dort sollte es authentisches lokales Essen geben. Also nicht den Standard, den man mehr oder minder bei uns auch ‚beim Griechen‘ bekommt und was dann gemeinhin als griechisches Essen verstanden wird. Das Lokal heisst ‚Dionysos‘. (Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase – na denn… 🙂

Links das kleine Lokal, in das wir in Kokkari immer einkehren. Die beiden, die da sassen kamen später dazu und haben einen griechischen Salat (sehr authentisch…) und danach…Pizza bestellt. Auch extrem typisch für die lokale Küche. 😉


Entlang der nördlichen Küstenstrasse (teilweise spektakulär) ging es dann weiter bis zu Agios Konstantinos. Da wollte ich schon früher mal hin und schauen wie es da so ist. Also rechts abgebogen und bei einem Café eingekehrt.

Hier tanzt der Bär den Tango. Irgendwo…. da hinten… muss er sein. Sieht man nur gerade nicht.
Das Café war ganz nett, da gabs einen Cafe Frappé und ein Glas Wasser. Und ja, beim Cafe Frappé gibt es schon auch Unterschiede. Vor allem beim Schaum. Da gibt es welche, da besteht der Cafe dann nur aus Schaum…

Damit es nicht langweilig wird (gute Chancen in Agios Konstantinos), sind wir weiter. Dann einen Stop an einem Aussichtspunkt. Ich brauchte eine Pause, irgendwie gings mir schon wieder eher so lala. Ich fand es bei über 30 Grad eher kühl…kein gutes Zeichen.
Die Aussicht war aber recht schön und bei einem Abstecher in den Wald gegenüber haben wir dann wilden Salbei und Thymian gefunden. Nur keinen Oregano. Mal sehen, wie lange das noch dauert, bis ich den auch mal finde. Bis jetzt war ich da ähnlich erflogreich wie beim Angeln. Nämlich gar nicht.

Am Aussichtspunkt – Blick nach Norden

Bis Karlovasi war es nun nicht mehr weit. Dort haben wir das Zentrum gesucht – und gefunden. Überschaubar. Und das meiste hatte zu. Während ich in den Seilen gehangen bin und literweise Limonade und Wasser getrunken habe, ist Marc einmal um den Block um zu sehen, was da so alles ist.

Karlovasi City Centre.

Da ich vermutlich ohnehin nicht in der Lage gewesen wäre noch etwas zu essen, sind wir dann in unter einer Stunde zurück gefahren und ich habe mich aufs Ohr gehauen. Schade eigentlich. Aber am nächsten Tag ging es schon besser.
Marc ist am Morgen zurück geflogen und ich habe zugegebenermassen nicht wirklich viel gemacht. Ein wenig aufgeräumt und das Boot abgewaschen, dann war ich schon wieder K.O.
Glücklicherweise hat sich die Lage aber gebessert und Montag morgen um 6 war ich wieder fit. Hoffentlich wars das dann, dachte ich mir. Und es war auch so. Wieder alles im grünen Bereich und mein Arbeitgeber konnte sich meiner Arbeitskraft erfreuen. 😉 Mit anderen Worten – Boat Office hat wieder angefangen.
Dementsprechend gibt es für die letzten Tag nicht mehr so viel zu berichten. Vielleicht, dass ich am Montag dann doch endlich mal zum ‚Barber‘ wollte. Immernoch zu. Das Gleiche am Dienstag, dann bin ich woanders hingegangen, nämlich zu ‚Chez Philippe‘. Ich weiss…klingt ein wenig… ja gut, lassen wir das. ironischerweise war dort dann eine Dame anzutreffen, mit Ihr habe ich einen Termin abgemacht. Jetzt hoffe ich doch sehr, dass ich morgen mal endlich zu einem Haarschnitt komme, bevor ich anfangen muss Zöpfe zu flechten. Da sind die mit der Fleischkappe im Vorteil. Da langt ein Schwamm zum kämmen. :))

Vielleicht noch zu erwähnen: Gestern ist hier auf dem Parkplatz ein Heli gelandet. Nein, kein Notfall. Da hat sich wohl der von der grossen Yacht vorn in der Marina einfliegen lassen. Eigentlich noch gut, spart das Geld fürs Taxi. Vielleicht sollte ich mir das auch mal überlegen…

Graf Koks lässt sich von einem adretten Piloten einfliegen. Wie man aber sieht, das Teil ist nicht wirklich gross. Aber mehr als Zahnbürste und Kreditkarte wird er wohl auch nicht dabei gehabt haben.

Jetzt zu Kaimaki. Das ist eine hiesige Eissorte, die sehr ähnlich der in der Türkei ist. Sie enthält Mastix und Orchideenwurzel. Ich habe mir das mein Lidl mal gekauft, weil ich den Gefrierer mal wieder angeworfen habe. Ulkigerweise lief er jetzt wieder. Vermutlich wegen dem (immerwährenden) Elektroproblem mit dem Spannungsabfall – das ich auf Ikaria endgültig gelöst hatte. Übeltäter war sinnigerweis ein defekter ‚Battery Protector‘, der hat die Batterie vor allem geschützt in dem Fall. Und alles Andere davor, dass es richtig funktioniert.

Kaimaki aus dem Bordgefrierer. Muss man mögen – ich mag es.

Und dann war da heute noch die Sache mit dem Tomatenbrot. Nachdem ich 9.5h gearbeitet hatte (davon min. 3.5h rumärgern mit Windows und dem Dokumenten-Management System), bin ich ins Cockpit und habe ein paar Pistazien gegessen und ein Bier aufgemacht. Mit dem Erfolg, dass ich kurz darauf ins Koma gefallen bin und knapp zwei Stunden später wieder aufgewacht. Also heute nix mit Ankerwinsch revidieren. Statt dessen bin ich auf die Idee gekommen, mit Tomatenbrot zu machen. Warum ich das mit Ferien, Zelt und Sommer verbinde weiss ich nicht so genau. Vermutlich gab es das früher mal, als wir zelten waren.
Das Tomatenbrot war unfassbar gut. Ich habe dann sinniert, dass es das ja ohne Christoph Columbus und die anderen seefahrenden Entdecker nie gegeben hätte. Oder eben erst viel später. Wie mir Wikipedia dann geflüstert hat, hat die Tomate (xomatl) in Deutschland erst nach 1945 wirklich Einzug gehalten. Zuerst Süddeutschland (weil näher an Italien) – die Österreicher haben noch fast bis 1960 gebraucht, bis sie die Tomate wirklich kannten.

Für die Rezept Junkies, ich denke ich werde das mal auf chefkoch.de veröffentlichen. :)))

Zutaten
– Tomate, reif und in Scheiben geschnitten (0.5cm)- ich nehme immer die roten
– Zwiebel, in Scheiben geschnitten (hier sind auch die Roten gut dafür)
– Brot, in Scheiben geschnitten
– Butter, evt. Frischkäse
– etwas Salz

Zubereitung
Brot mit Butter beschmieren, darauf achten, dass man bis zum Rand schmiert. Wahlweise kann man auch noch Frischkäse darauf verteilen. Oder nur Frischkäse anstelle der Butter. Danach die Tomatenscheibe auf das vorbereitete Brot legen. Wenn man diese hinreichend zentriert hat, folgt die Zwiebelscheibe.
Das Ganze nach Belieben mit Salz verfeinern.

Es ergeben sich sehr viele Variationen, man kann auch noch Oregano draufstreuen (wenn man welchen findet) oder auch Feta darauf legen.
Paul Bocuse wäre neidisch. Aber der ist ja leider seit 2018 nicht mehr unter uns.


Die sinnbefreiten Gebäude von Leros

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Nach dem Anker lichten in Lipsi haben wir nochmal versucht, den Kompass (den elektronischen) zu kalibrieren. Ausser dass wir vermutlich vollkommen peinlich aufgefallen sind, weil wir etwa 10 Kreise in der Bucht vor Lipsi gedreht haben hat es aber nicht wirklich was gebracht. Was solls.…


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